Skolelinux Nachricht

Kooperationsvereinbarung

zwischen den Vereinen Freie Software und Bildung e.V. (FSuB e.V./Sklolelinux) und dem Linux Professional Institute (LPI e.V.)

Vorwort:

Beide Vereine haben gemeinsamen Ziele: Die Pflege und Förderung von Freier und Open Source Software, insbesondere im Bildungswesen.

Anlaß:

Der FSuB e.V. hat 2009 im Auftrag des Ministeriums für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur des Bundeslandes Rheinland-Pfalz die Aufgabe übernommen, Supporter für DebianEdu/Skolelinux zu zertifizieren. Damit soll die Qualität der Skolelinux-RLP Musterlösung gesichert werden. Um die Zulassung zu dieser spezifischen Zertifizierung transparent und einheitlich zu gestalten, hat der FSuB 2010 beschlossen, das LPIC-1 Zertifikat als Voraussetzung zu verlangen.

Der LPI e.V.:

Der in Vereinsform ins Leben gerufene LPI e. V. unterstützt das weltweit operierende Linux Professional Institute (LPI) gezielt bei der Entwicklung und Übersetzung unabhängiger, international anerkannter Qualifizierungsstandards für Linux und Freie Software. Die Akzeptanz der bestehenden LPI-Zertifizierungsprogramme und Expertenprofile werden durch Öffentlichkeitsarbeit, Information und Beratung weiter verbessert. Als neutrale und unabhängige Organisation bietet der Verein eine geeignete Anlaufstelle für den Bereich "Linux und Freie Software im Bildungswesen". Das von den beteiligten Experten erarbeitete Wissen soll der Allgemeinheit zur Verfügung gestellt werden, um Lehrende und Lernende in der IT-Weiterbildung zu unterstützen und um eine standardisierte Bildungs- und Prüfungsqualität zu garantieren.

Der FSUB e.V.

Der Verein fördert das Verständnis und den selbstbestimmten Umgang mit Informationstechnologien auf der Basis Offener Standards und Freier Software. Der FSuB fördert alles, was geeignet ist, dem Recht auf Selbstbestimmung über die eigenen Daten und dem Schutz dieser Daten Geltung zu verschaffen sowie die Freiheit der Information und die Freiheit der Kommunikation eines jeden Einzelnen zu sichern und zu fördern. Als Freie-Software-Lösung für die Schulen unterstützt der FSuB die spezielle Distribution DebianEdu/Skolelinux. Diese wird für den Einsatz in Schulen entwickelt und optimiert.

Die beiden Vereinsvorstände stellten auf einem gemeinsamen Treffen im Januar 2011 fest, dass eine engere und dauerhafte Zusammenarbeit im Bereich von Schulen, Berufsschulen und Universitäten sehr sinnvoll ist.

Sie sind sich einig, dass

  1. Eine LPI Zertifizierung LPIC-1 als Mindeststandard für den Skolelinux Support in deutschen Schulen empfohlen wird.

  2. Es wird eine Zusammenarbeit mit dem Ziel beschlossen, dass eine abgeschlossene LPIC-1 Zertifizierung Grundvoraussetzung für alle Mitarbeiter in IT Firmen wird, die Support für Skolelinux/Debian-Edu Systeme in Schulen in Rheinland Pfalz und zukünftig auch in anderen Bundesländern erbringen.

  3. Eine Debian-EDU/Skolelinux Zertifizierung, die derzeit vom FSuB durchgeführt wird, auf der LPIC-1 Zertifizierung aufbaut. Es wird geprüft, inwieweit diese Zertifizierung in den Kanon der Zertifikate des LPI aufgenommen werden kann. Dazu gehören sowohl die Installation der Debian-Edu/Skolelinux Systeme, deren Anpassung an lokale Erfordernisse als auch die Wartung und dauerhafte Pflege der Systeme.

Zusammenarbeit

Die Zusammenarbeit soll durch regelmäßige gemeinsame Treffen und gegenseitigen Austausch organisiert werden, um weitere Synergien auszuarbeiten und zu bündeln. Mögliche Themen sind dabei der Einsatz von Skolelinux bei LPI Approved Academic Partnern, Zusammenarbeit auf Linux- und Open Source Messen und Kongressen, Zusammenarbeit bei der Weiterentwicklung des Debian-Edu/Skolelinux Zertifikates.